Poesie

“Die Beziehungen zwischen Katze und Mensch
werden viel enger,
als sie jemals zwischen Katzen werden können”.

(Prof. Paul Leyhausen)


“Katzen verzaubern mit Blicken,
wenn mich meine Katze anschaut
sehe ich ihre Augensterne leuchten
und funkeln.
Es hat etwas was mich bewegt und
unter Probe stellt.
Wer sie kennt, liebt und achtet sie.”

(Anais Haupt)


“Das Leben
und dazu eine Katze,
das gibt eine unglaubliche Summe,
Ich schwör´s euch!”

(Rainer Maria Rilke)


“Ich liebe Katzen, weil ich mein Heim liebe
und sie nach einer Weile
dessen sichtbare Seele werden”.

(Jean Cocteau)


Katzentier

Eines Sonntags, völlig arglos,
sitzt beim Kaffee du um vier.
Plötzlich maunzt es, raschelt, kratzt es-
es erscheint ein Katzentier.
Mit den Pfoten samtenzart,
unnachahmlich in der Art,
schleicht es sich mit viel Allüre
heimlich durch die Hintertüre.
Schlabbert zierlich und mit Wonne
Milch, die du ihm eingegossen.
Und schon hast du ganz ungeplant
einen neuen Hausgenossen.
Unnütz, Unmut zu bekunden
denn noch eh du dich versehn,
hat er seinen Platz gefunden
und das Wunder ist geschehn.
Schnurrend drang er in Dein Leben,
das er zärtlich nun regiert.
Macht zum Katzennarr dich eben-
stahl dein Herz ganz ungeniert.

(Autor unbekannt)


Weggefährten

Deinen Weg gingst Du alleine voran
und friertest und dachtest,
das gehört sich so.
Obwohl ich auf vier Beinen gehen kann,
war ich als einsamer Kater auch nicht froh.
Eines Tages, ich weiß nicht mehr wann,
der Wind pfiff kalt aus Norden.
Unsere Wege berührten sich kurz,
wir sahen uns an
und sind gleich dicke Freunde geworden.
Kamst Du auf meinem Weg
oder sprang ich auf Deinen?
Ist egal. Jedenfalls hab ich gesehn
seit wir mit sechs Beinen
unseren Weg gemeinsam gehn
ist´s als würd die Sonne über uns
viel heller scheinen
und der Wind viel lauter weh´n.

(Andreas Grasl)


Katzenzauber

Ihr Fell schimmert im Sonnenlicht,
ihre Augen leuchten im Mondelein,
was ist das?
Ihr Gesicht ist zart und klein,
ihre Körper ist geschmeidig und rein,
was ist das?
Ihr Fell, ihre Augen, ihr Gesicht, ihr Körper,
das alles kann nur der KATZENZAUBER sein…

(Autor unbekannt)


“Versonnen nehmen sie die
edlen Haltungen
der großen Sphinxe ein,
die ausgestreckt in tiefen Einsamkeiten
ruhen und zu entschlummern scheinen
in endlosem Traum.”

(Charles Beaudelaire)


Einst träumte ich

… von einem wunderbaren Lebewesen,
das mich jeden Tag auf´s Neue
mit seinem Charme begeistert,
alle meine Gefühle spürt
und danach handelt.
Mich jeden Tag mit seiner Liebe überschüttet, aber auch jeden Tag Liebe uneingeschränkt fordert,
mir die Ohren voll schnurrt,
mir vor Liebe in die Nase beisst, selbstverständlich immer
bei mir sein will,
Kinder, Hunde und andere Gesellschaft mag.
Mir meine Pullis, Hosen und Socken voll haart,
seinen eigenen Kopf hat
und es versteht,
ihn durch zu setzen.
Es meisterhaft fertig bringt, zwischen den Füßen herumzulaufen, täglich mit mir spielen will
und mir einen Teil des Bettes überläßt… Der Traum ist wahr geworden:
Suni und Pauli sind bei mir

(Autor unbekannt)


“Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt:
durchs Leben zu gehen ohne Lärm zu machen”.

(Ernest Hemingway)


“Die Menschheit
lässt sich grob in zwei Gruppen einteilen:
In Katzenliebhaber
und in vom Leben benachteiligte.”

(Francesco Petrarca)


“Wer mit einer Katze lebt,
braucht das Alleinsein nicht
zu fürchten.”

(Daniel Defoe)


In meinem nächsten Leben

Dösen, schlummern, ratzen,
entspannen alle Tatzen,
sitzend und im Liegen
in Träume tief sich wiegen,
freudig, selig schnurren,
aus tiefster Seele purren,
herzhaft manchmal gähnen,
nach noch mehr Schlaf sich sehnen,
liebevoll dann schmusen,
dabei im Kopf nur Flusen,
stetig Blödsinn machen,
verstecken kleinste Sachen,
kurz ein bißchen spielen,
dem Ball nach durch die Dielen,
zärtlich auch mal kuscheln,
miauend etwas nuscheln,
feinste Delikatessen,
den ganzen Tag nur fressen,
Lebensglück und Lachen,
sich niemals Sorgen machen.

In meinem nächsten Leben,
dafür würd’ ich was geben,
möööchte ich ein Kätzchen sein,
ja, das wär’ richtig fein.

(aus Kirsten Schulitz Buch “Samtpfötchen genannt-Katzengedichte”)


“Katzenliebhaber sind in dem Sinne anders,
dass sie keine eingerosteten Typen sind.
Wie sollten sie auch,
mit einer Katze,
die ihr Leben bestimmt.”

(Dr. Louis J. Camut)


” In den meisten Betten
haben bis zu sechs Katzen Platz.
OHNE
den legitimen Besitzer bis zu zehn.”

(Stephen Baker)


“Wirklich großartig ist,
dass es Katzen in allen Varianten gibt.
Man findet sie passend zu jeder Einrichtung
jeder Art der Persönlichkeit und der Laune.
Aber unter dem Pelz lebt unverändert
eine der freiesten Seelen der Welt.”

(Eric Gurney)


“Wenn du einmal ihr Vertrauen erworben hast, ist die Katze ein Freund fürs Leben.
Sie teilt mit Dir Stunden der Arbeit, der Einsamkeit und Melancholie
und verbringt ganze Abende auf deinem Schoß,
glücklich bei dir zu sein und dich der Gemeinschaft der Artgenossen vorzuziehen.”

(Théophile Gautier)


“Jeder, der eine Weile
mit einer Katze zusammengelebt hat, weiß,
dass sie unendlich viel Geduld
mit den Grenzen
des menschlichen Verstandes haben.”

(Cleveland Amory)


Die Maus

Es wollte eine kleine Maus – im Keller
wohnhaft – hoch hinaus.
Und eines Nachts, auf leisen Hufen,
erklomm sie achtundneunzig Stufen
und landete mit Weh und Ach
ganz oben, dicht unter dem Dach.
Dort wartete bereits auf sie,
die Katze namens Doremi.
Kaum, dass das Mäuslein nicht mehr lebte,
geschah´s, das eine Fledermaus
ein paar mal um die Katze schwebte,
zur Luke flog und dann hinaus.
Da faltete die Katz`, die dreiste,
die Pfoten und sprach: ” Ei, wie süss!
Da fliegt die Maus, die ich verspeiste,
als Engelein ins Paradies!”

(Heinz Erhardt)


“Mein Körper gibt mühelos
Geheimes wieder.
Mein Körper ist das Buch,
das die Lösung enthält.
Wir können die Seele der Katze
niemals vollständig verstehen,
wenn wir nicht selbst Katze werden.”

(St.George Mivart)


“Sie möchte beachtet werden, wann sie es möchte,
und verdammt noch mal in Ruhe gelassen werden,
wenn sie anderes im Sinn hat.
Sie ist eifersüchtig; sie wird nicht zulassen,
das Sie andere kleine Biester mit Aufmerksamkeit und Zärtlichkeiten überschütten,
ganz gleich ob diese zwei- oder vierbeinig sind.”

(Paul Gallico)


An eine Katze

Mein edler Freund, ich bitte sehr:
Komm doch her,
sitz neben mir und schau mich dann
mit Deinen lieben Augen an,
mit Augen voller Glanz und Gold;
Dein Blick, so ist er treu und hold.
Dein wundervolles weiches Fell,
schwarz und hell,
so seidig, üppig, voller Pracht,
wie Wolkenhimmel in der Nacht,
belohnt die Hand, die dich liebkost,
mit freundlicherem Glück und Trost.
Die Hunde freunden gerne sich an
mit jedermann.
Doch du, von lauterer Natur,
liebst deine wahren Freunde nur,
berührst mit deiner Pfote mich –
ja, Lieber, ich verstehe dich.
Was geht wohl vor in deinem Geist –
ach, wer weiß?
Wenig nur ist uns bekannt.
Trotz unsrem Freundschaftsband.
Vielleicht ist’s dem Menschen
nur vergönnt,
das er das Leben besser kennt.

(Algernon Charles Swinburne)


Wer schleicht da um die Ecke?

Wer schleicht da um die Ecke,
man hört fast keinen Laut?
Die altbekannte Strecke –
hat da wer miaut?

Wer streicht um meine Beine
und schaut dann zu mir auf?
Die Jacke, die ist meine,
denkt sie und legt sich drauf.

Wer setzt sich da jetzt zu mir
gemütlich auf den Schoß
und schnurrt und purrt ganz leise hier,
wenn ich sie nur liebkos?

Wer rennt jetzt durch das Zimmer
und jagt den Gummiball?
Darauf folgt dann wie immer
der Sprung zum freien Fall.

Wer legt sich nachts daneben,
wenn ich zu Bette geh?
Ich spür das freche Streben,
zu ärgern meinen Zeh.

Wer weckt mich morgens leise
und doch mit Dringlichkeit
und fragt auf diese Weise:
Hast du jetzt für mich Zeit?

Mein kleines Kätzchen ist es,
das ich hier beschrieb.
Sieh, da vorne sitzt es –
Schaut es nicht ganz lieb?

(aus Kirsten Schulitz Buch “Samtpfötchen genannt – Katzengedichte”)


Kleines Kätzchen

Würd´ ich ein kleines Kätzchen sein,
wär´ mit mir nicht zu spaßen.
Ich wär´ kein liebes Kätzchen, nein!
Das könnte Euch so passen.

Ich wär´ die Katze in Person,
von Eitelkeit besessen,
ich hätt´ den schönsten Bariton,
wär´ launisch und verfressen.

Und wer den Dosenöffner hat,
dem streich ich um die Beine.
Ich mag gern Fleisch, doch nicht Salat,
den iß´ Du mal alleine!

Wenn einer mit mir schmusen will,
dann soll er mich erst fragen.
Wenn ich es will, dann lieg ich still,
ich will es gern ertragen.

Würd´ ich ein kleines Kätzchen sein,
hätt´ ich auch scharfe Krallen,
die haut´ ich in Dein´ Schenkel rein,
das würd´ Dir nicht gefallen.

Ich hätt´ ein Fell ganz wunderbar,
wie Seide glänzend schön.
Damit könnt´ ich als Katzenstar
glatt zum Theater gehn.

Wenn diesen Text nun jemand liest,
ob Richter oder Dieb,
ich weiß schon, was daraus er schließt:
“Ein Biest und doch ganz lieb.”

(Autor unbekannt)


Stell dir vor…

Stell dir vor… Du hättest Pfoten,
auch ein Schwanz wär mit dabei.
Haare auf, statt in der Nase,
und ein Fell um Dich noch sei.

Stell dir vor… Du hättest Augen, deren können ohne Tadel,
Ohren, fein und so sensibel, mit lautem Knall fällt jede Nadel.

Stell dir vor… Du schreitest leise,
ganz grazil und elegant
in einer ganz Dir eignen Weise,
die ich sonst bei keinem fand.

Stell Dir vor… Du wärst, wie soll ich sagen,
gleich zu setzen mit Magie,
sanft und wissend, ohne Fragen,
gibt es Antwort, kennst Du sie.

Denn dann endlich wirst Du fühlen, wie es ist wenn sie Dich liebt.
Ein so zauberhaftes Wesen, das wenig nimmt und soviel gibt.

(Auto unbekannt)


“Es gibt kaum Leute,
die Katzen nicht lieben,
sondern nur Leute,
die Katzen nicht kennen.”

(Audry A. Haye)


“Ich liebe meine Katze
sie ist mein bester Freund
denn sie hilft an grauen Tagen,
dass die Sonne wieder scheint.

Sie kommt zu mir, in den Stunden,
wo ich ganz alleine bin
schleicht sich ein in meine Seele
schenkt mir neuen Lebenssinn.

Bin ich mal ganz tief am Boden
und weiß nicht mehr was ich will,
legt sie sich an meine Seite
und ich werde dann ganz still.

Denn ihr Körper schenkt mir
Wärme
und ihr schnurren lullt mich ein,
dann bin ich nicht mehr alleine
läßt mich wieder ruhiger sein.

Ihre Wärme kommt von innen,
ich geb meine ihr zurück
und erleb durch ihre Freundschaft
Ruhe, Liebe und viel Glück.”

(Autor unbekannt)


Warme Stube

Wenn Nachts die kalten Stürme heulen
und pitschnaß ist das Bäuchelein
will ich schnell nach Hause eilen
und in der warmen Stube sein.

Schnell lauf ich durch den hohen Farn
und sehe schon von Ferne,
das Fenster mit dem Licht so warm –
Zuhaus! Hier bin ich gerne.

Am Fensterbrett muß ich am Fenster kratzen,
sehnsüchtig schau ich in die Stube hinein,
wo warmer Ofen wärmt kalte Katzentatzen.
Hier bin ich Katz, hier will ich sein.

Mein Mensch öffnet das Fenster wie hypnotisiert,
mit glasig doofen Blick,
denn er hat schon wieder in die Glotze gestiert.
Jetzt brauch ich aber viel Geschick…

…um ihn zu normalisieren,
schnurre ich ein paar Zaubersprüche
Schon reibt er sich die Äuglein blank.
Gleich pennen wir zwei in der duftigen Küche
auf der warmen Ofenbank.

(Andreas Grasl)


Katzenglück

Tränen rinnen über meine Wangen,
sanft streicheln Deine Pfötchen mein Gesicht.
Ich weiß, Du kommst, um mich zu trösten
und das vergesse ich Dir nicht.

Ob ich weine oder lache,
Du bist immer für mich da,
legst Dich schnurrend auf mich nieder,
mein Kätzchen, Du bist wunderbar.

Keiner hat mich je so verstanden,
wie Du, mein kleiner Freund.
Du gibst mir so viel Liebe
wie es sich wohl jeder im Leben erträumt.

Ich möcht’ Dich nie mehr missen,
meine Katze, mein Sonnenschein,
hab so sehr um Dich gekämpft,
hab nun keinen Grund mehr zum traurig sein… !

(Autor unbekannt)


“Ich wache auf, so kurz vor acht – sprich praktisch mitten in der Nacht
Steig´ aus dem Bett, bin recht verdrossen, die Augen sind noch halb geschlossen.

In die Küche, so mein Streben, mit Frühstück laßt sich´s leichter leben.
Ein Tässchen Kaffee, Milch, ein Brot… das rückt die Welt wieder in Lot.

Gedacht, getan – doch welch ein Graus – die Wirklichkeit sieht anders aus.
Ich beiß so in mein Brötchen rein und, wie könnt´s auch anders sein,
auf dem Belag, o wunderbar, liegt obendrauf ein Katzenhaar.
Schlaftrunken noch, mit Null Geschick, hat man für so was keinen Blick.

Eh man´s versieht hat man´s erlebt, das Haar fest auf der Zunge klebt.
Ich taste also mit den Fingern, in meinem Mund nach diesen Dingern.
Ich fisch´, ich angle ewig lang, das Haar klebt fest, mir wird schon bang.
Das Haar ist immer noch zu fühlen, mit Wasser will ich´s runterspülen.

Ich trinke und… o welch ein Wandel, das Haar hängt an der rechten Mandel.
Es würgt, es kitzelt zum verdrießen, Tränen mir ins Auge schießen.
Ich sitze da und seufze leise, da geht es wieder auf die Reise…
grad war es noch auf meiner Zunge, schwups – jetzt ist es in der Lunge.

Ich huste, röchle, pruste laut, der Morgen, ja, der ist versaut…
Doch plötzlich, als ich tiefer schnauf, kommt auch das Härchen wieder rauf…
…und legt sich, als sei nichts passiert, am Gaumen fest – bin irritiert –
ich geb schon auf, ojeminee, da kommt die rettende Idee.

Noch einmal fest ins Brötchen beißen, das wird´s schon mit hinunter reißen.
Gesagt, getan und welch ein Hohn, ´s ist weg nach einem Bissen schon!
Jetzt kann ich an dem Schreibtisch sitzen, zufrieden meinen Bleistift spitzen.
Schräg von hinten schleicht zu mir, mein heißgeliebtes Katzentier.

Sie schmiegt sich an und schnurrt ganz doll, dass ich sie bitte streicheln soll.
Nach knuddeln steht ihr jetzt der Sinn, sie dreht mir keck ihr Bäuchlein hin.
Kann es denn etwas Schöneres geben, als mit so einem Tier zu leben?

Ich lächle froh und spür ganz klar: im Mund ein NEUES Katzenhaar…”

(Autor unbekannt)

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